Lange wartet ich auf die Wurst,
um die es sooft geht.
Um den Output, der aus Fleischtöpfen besteht.
Keine Ahnung, ob der Wind sich dreht
und nicht mehr soviel Aasgeruch rüber weht.
Keine Frage, es ist an der Zeit das Fähnchen auszurichten
Schließlich bleiben die Gedanken frei
während die Handlungen einkaserniert sind.
admin am 22. Februar 2010 in Gedicht
Ach glaubt noch einer an diese Welt?
An diesen Ort, der sich selber vortrug und verträgt, die Dosis, die er sich täglich selbst verleiht.
Was muss nur sein, damit das Sein zu einem Muss und Können wird.
Was kommt vom Können? Etwa Sein?
Wer dreht sich rum und wer wendet sich.
Keine Fragen. Kein Gesicht.
Eine Ansicht steht dir fein zu Gesicht.
Einen Schatten sehe ich nicht.
admin am 01. Dezember 2009 in Gedicht
Ich träume, das Resignation eine Währung wäre
Dann wäre ich Millardär.
Ich könnte Menschen fördern mit meiner Währung
Menschen, deren Besitz ein großes Nichts ist.
Ich würde in Tränen bezahlen
Tag für Tag
Gedanke für Gedanke
admin am 18. Juni 2009 in Gedicht
Was ist der Mensch?
Was ist das Mensch?
Was sind Gene, die einen Menschen machen
Was sind Triebe, die einen Menschen machen
Was sind Dinge, die einen Menschen machen
Was macht der Mensch, wenn er Mensch ist? Ist er dann menschlich?
admin am 03. Juni 2009 in Gedicht

Front einer Gut-Verwahrungsstelle
Ich betrachte mich als Gut
Nicht als Gutmensch!
Nicht als guter Freund oder
guter Partner
Nein!
Als Gut mit 6monatiger Rückgabe nach Arbeitsbeginn
Mit guten Kenntnissen und
Profiteigenschaften
Ich habe einen Lebenslauf, der in aller Kürze mich darstellt.
Kurz und Knapp und dennoch unvollkommen.
Ein Mensch passt nicht auf zwei Seiten.
Mit - oder - ohne akademischen Abschluss
admin am 26. März 2009 in Gedicht
Auf der Arbeit
7 Uhr Aufstehen, waschen, frühstücken
Zigarette - JAWOLL
Muss schon sein, sagte man mir
Zur Arbeit mit dem Fahrrad
Frühsport, sagte man mir
Arbeit
Schlosser, Schweißer, Gießer, Magazin
Dies ist mein Arbeitsplatz, sagte man mir
Reden über dies und jenes
Frauen, Ficken, Saufen.
Frühstück ist um 9.30 Uhr - sagte man mir
Mittag um 12.30 Uhr
Kotelett
alles im Bereich des Möglichen
sagte man mir
*Anmerkung: Das Gedicht ist ein alter Hut aus einer Zeit
als ich noch bei einer Firma gearbeitet habe, die irgendwas mit Pipelines gemacht hat.
admin am 03. März 2009 in Gedicht
Treibst du in der See?
In der, die das Vergessen lehrt
Die das Nichtsein bejahrt?
Die sich mit der Selbstlüge paart.
Wo die Richtung
negiert ist
ungeniert
Was sind schon Meinungen
wenn sie genau so wechselbar sind
wie Hemden?
reingewaschen nach einer Weile
Befreit von dem Geruch
von denen die sie trugen
zu zeiten die gut waren
admin am 03. März 2009 in Gedicht
Wenn der Regen ein Poet wär
Würde er auf mich fallen
und mich ganz und gar in seinen Schauern stehen lassen
Und sich meiner Annehmen
Damit ich naß werde
Ich blickte zu ihm auf und schaute ihm dabei zu
wie er vom Himmel herabsteigt um sich
auf der Erde zu zerschlagen
Ein Schirm ist mein Schutz vor Ihm
doch sein Freund der Wind hindert mich
Männo
admin am 27. Februar 2009 in Gedicht
Betrunkene Hunde ficken nicht
jungfräuliche Krähen haben Bulimie
Meine Sorgen sind dein Untergang
Am Ende des Weges wartet das Finanzamt
mit der Umsatzsteuerprüfung
nach SGB II auch Harzt IV genannt
Deine Mohnblumen beißen die Sonne
Deine Mutt rät: Sitzt
nicht auf dem Ast, den der Vati absägt
Die erste große Liebe meiner Schwester war mein Vater
aber nur bis 12
Ab Eins müsste er zur Mutti ins Bett
admin am 21. Februar 2009 in Gedicht
Flieg kleiner Vogel
aus meinem Kopf
raus in die gefangene Freiheit
einer großen Seuche
Mit der Zeit ist es wie mit Geld
Zu wenig ist der kleinste Nenner
auf dem sich geeinigt wird
Ich trinke Dinge
die auf keinen Fall meinen Durst löschen
Das geistige Heroin ist Tabak
Feuer, Rauch, Kick
Derbe, Erbe
Finge, Anzufangen
admin am 21. Februar 2009 in Gedicht