Herr Eber und die hohe See

Es existieren Tage, an denen Herr Eber den Kopf nicht frei bekommt, weil da zu viele alte Gedanken hocken, die wie die Verteidiger einer Burg, die angreifenden neuen Gedanken bekämpfen und einfach nicht rein lassen wollen.

Zwar belagern die neuen Gedanken die Birne des Herrn Eber aber ein reinkommen ist nicht in Sicht. An solchen Tagen springt Herr Eber dann in die See voller Probleme und versucht ohne Arme im Stile eines Andreas Groß zu schwimmen. Dass das mit einer niedrigen Erfolgsaussicht gekrönt ist, ist leicht für jeden Außenstehende vorstellbar. Doch jemand, der baden geht, der hat nicht gerade die Nase oben, um sich neue Luft und damit neue Ideen um selbige wehen zu lassen.

Herr Eber weiß eigentlich, dass er das alles gar nicht braucht. Er braucht da nicht den Einzelkämpfer spielen, sondern kann fix wie nix bei guten Bekannten nachfragen, ob sie nicht Lust haben am Ende des Tunnels einmal das Licht anzuknipsen. Einfach so. Knips. Und schon sieht die gesamte Situation ganz anderes aus. Da jetzt ja Licht am Ende des Tunnels für Herrn Eber zu sehen ist.

Aber nein, der feine Herr, springt einfach in die See, tausend Tränen tief, und wird motzig wie ein altes Weib.

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