Wie könnt ihr leben

Wie könnt ihr mit ruhigem Gewissen eure Suppe essen

Wenn eure Moral ein Brechmittel ist

Wie könnt ihr in den Spiegel blicken

Wenn eurer Gesicht die hässliche Fratze des Kapitalismus ist

Wie könnt ihr von Arbeit reden

Wenn eurer Ziel die Ausbeutung ist

Wie könnt ihr für Soziales spenden

Wenn euer Verhalten asozial ist

Wie könnt ihr glauben, dass die Steine und Knüppel, die ihr anderen zwischen die Beine werft

Nicht zum Bummerang werden und euch die Fressen zertrümmert.

Wie könnt ihr Glauben

Obwohl euch nichts Heilig ist

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admin am Dezember 8th 2008 in Allgemeines

Nicht zwangsläufig

Nicht zwangsläufig

führt Druck zu Diamanten

Manchmal klingt auch was ein

zumindest, wenn es Gene hat und Blut und all das Zeug

Auch Pflanzen gehen kaputt

“Sind so kleine Hände” die Wegener sang

Und auch große brechen entzwei

Wenn der Druck zu groß ist

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admin am Dezember 1st 2008 in Allgemeines

Ach ja

Du Phantom! Du Kleines!

Früher dachte ich du bist da – manchmal zumindest.

Doch leider ist deine Anwesenheit so klein

wie es deinen Augen sind

Die ich kurz zu Gesicht bekomme.

In dem Moment, in dem du die Tür zuziehst.

Nur schwach ist die Zeit, in der du in der Wohnung weilst

Auch der Schlaf ist nicht dein Freund, dein Zimmer nicht

Wer ist es? Dein neuer Freund?

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admin am November 20th 2008 in Allgemeines

Na dann

Na dann mal los

Raus in den Regen und den Wind, der ins Gesicht bläst

Raus in die Stadt, die Chancen mit Risiken vereint

Raus in das Leben, das niemand wirklich will

Und sich mehr oder minder teuer bezahlen lässt.

Zünd eine Kerze an, damit wenigstens in deinem Fenster ein kleines Licht der Hoffnung leuchtet.

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admin am November 19th 2008 in Allgemeines

Sprachlosigkeit

Was sagst du mir?

Ich kann es nicht hören

Es kommt nicht an.

Es bleibt auf der Strecke wie so vieles.

Deine Worte dringen nicht durch

Der Vorhang des Alltags

Liegt wie eine Schimmelschicht auf einem Joghurt zwischen uns

Wer mag da noch reinbeißen?

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admin am November 11th 2008 in Allgemeines

Als ich dachte

Als ich dachte, ich würde denken

erwachte ich aus einem Traum

Den kann man sich schenken

Denn ein Alb sandte ihn mir

zweifels ohne – der war mir nicht gut gewunden

und ganz unverwunden, erwachte ich

und dachte

dass der Traum die Wahrheit wäre

und die Wahrheit ein Traum

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admin am November 3rd 2008 in Allgemeines

Bevor ich ertrinke

Bevor ich ertrinke

such ich mir doch lieber einen Rettungsring

Irgendeiner wirft ihn schon hin

Licht gibt es hinten

Am Ende des Tunnels

Rettung – nur ein Kreuz bitte

Im der Kirche

Manchmal auch im Delilirum

Oder auch in der Würstchenbude

Ich trinke Bier

Singe Lieder

Wenn mein Konsum so gut wäre

wie mein Gesang

Dann wäre mein Leben einfach

Doch ist alles doch nur eine Chimäre

Die sich wechselnd in meine Gedanken schleicht

Und mein Meinen zu ihrem Segen wandelt.

Ach könnt ich nur einfach Mensch sein. Einfach so.

Wie eine Amöbe

Ich schwemme hinaus in die Ursuppe und dachte

Ich kriege das, was ich mir nehme.

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admin am November 2nd 2008 in Allgemeines

Wie weit ist weit?

Wie weit bin ich

Wenn ich das Gefühl habe weiter zu sein

Als mein Sein ist

Wie weit ist weit

Wenn ich nicht mal weiß was gestern war und morgen wird

Wie weit ist mein Weit

Wenn ich über Dinge sinniere, die weiter weg sind als die Wahrheit

Als der Sprung über eine Brücke ohne Arme und Beine

Nur als Torso

Wie weit ist also weit

Nah oder fern?

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admin am November 2nd 2008 in Allgemeines

Manchmal

Manchmal möchte ich jemand anderes sein

Den Ausbruch aus meiner Identität wagen

All das Versteckte offerieren

Und ablegen

Ein großer Wumms und weg ist alles bisherige

Ausgelöscht

Ein schöner Gedanke

Bevor ich wieder in meine Realität eintauchen muss

Die ein Moorast aus unendlich gebrochenen Versprechen ist.

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admin am November 1st 2008 in Allgemeines

Na und

Schatten einer Selbstreflexion

Mit ambitionierter Personaldefloration

Durch kranke Geister,

die nur den Markt anbeten

dann den Staat rufen

wenn ihre Gebete nicht erhöhrt werden

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admin am Oktober 18th 2008 in Gedicht